15 Mai 2013
Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. richtet vom 27. - 29. Mai ihre 61. Jahresfachtagung dieses Jahr in Weimar aus. Begleitet wird diese von der Zusatzveranstaltung Critical Infrastructure Event. Aus Anlass der Jahrestagung finden im Congress Centrum Neue Weimarhalle öffentliche Sitzungen des Technisch-Wissenschaftlichen Beirates der vfdb statt, die sich in Vorträgen und Aussprachen verschiedenen aktuellen Themen des vorbeugenden, abwehrenden und baulichen Brandschutzes widmen werden.

Auch DHI-WASY wird wieder mit GeoFES, unserem Einsatzführungssystem für Einheitsführer, Technische Einsatzleitungen und Krisenstäbe, vertreten sein – wir freuen uns auf interessante Begegnungen und Gespräche!
18 September 2012

Geodaten - der Schlüssel für effektive Einsatzführung

Für den Brand- und Katastrophenschutz werden digitale Einsatzführungssysteme zur Vorbeugung und Beherrschung von Schadenslagen immer bedeutender.

Esri und DHI-WASY unterstützen Sie bei der Lösung Ihrer Aufgaben. Lernen Sie im Workshop "Geodaten - der Schlüssel für effektive Einsatzführung" das ArcGIS basierte Einsatzführungssystem GeoFES kennen. Die Lösung ermöglicht die nahtlose und effektive Integration aller benötigten Daten. Mit den eingebetteten Simulations- und Echtzeit-Datensystemen sind alle Voraussetzungen gegeben, schnell vor die Lage zu kommen.

Termine und Orte
  • 24.10.2012  Hannover
  • 25.10.2012  Leipzig
  • 06.11.2012  München
  • 07.11.2012  Wiesbaden
  • 08.11.2012  Köln
  • 09.11.2012  Münster
Mehr Informationen hier.
16 August 2012

Simulation Luftgetragener Schadstoff

„Verkehrsunfall, mit Gefahrguttransporter, 20 KG Brom-Transportbehälter leck geschlagen“ – Diese oder ähnlich Alarmierungsmeldung stellen Feuerwehren vor eine große Herausforderung. Recherchen über die UN Nummer oder den Gefahrguttyp sind noch schnell möglich. Die Information anschließend im Einsatzgeschehen effizient einzusetzen ist allerdings viel schwieriger.

Die Gefahrstoffdatenbank für Brom UN Nummer 1744 gibt hier die Information zurück „Stark ätzender Stoff, giftig, entwickelt gefährliche Dämpfe, giftig bei Verschlucken, Einatmen oder Hautkontakt“. Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrenbereich in die frische Luft bringen.

Für die Abschätzung, welche Bereiche als Gefahrenbereich auszuweisen sind, werden im Einsatzgeschehen schnelle effektive Hilfsmittel benötigt die dem Einsatzleiter vor Ort in seinen Entscheidungen unterstützen. Fragen nach der Ausdehnung der Schwergaswolke, die Größe des Toxischen Bereiches oder auch der Dauer der Toxischen Wirkungen sind Entscheidungsbeeinflussende Informationen, welche sofort an der Einsatzstelle benötigt werden. Hier werden professionelle Systeme gebraucht, die ad hoc eine Echtzeitsimulation durchführen und die Ergebnisse sofort auf einer Lagekarte visualisieren.






Im Einsatzunterstützendem System GeoFES ist hierfür das luftgetragene 2-Dimensionale Berechnungsmodul für die Gefahrenabschätzung DISMA (Disaster Management) vom TÜV Rheinland integriert. Mit dem Modul können Gefahrenbereiche ausgewiesen werden, die auf verifizierten Modellen des TÜV-Rheinland basieren. DISMA beinhaltet eine Datenbank mit chemisch-physikalischen Parametern aller gängigen Stoffe, aus denen Gefahrstoffprognosen erstellt werden können. Berücksichtig werden dabei Wetterverhältnisse vor Ort, Aggregatzustände des Stoffes, Art der Stofffreisetzungen und evtl. stoffabhängige Explosions-szenarien. DISMA kann daher auch für die Ermittlung von Explosionsradien bei Bombenfunden verwendet werden.

Mit der grafischen Visualisierung der Gefahrstoffausbreitung auf einer Lagekarte kann der Einsatzleiter sofort gezielt Handlungen einleiten. Mit der erstellten Lagekarte können Straßensperrungen durch die Polizei veranlasst und Evakuierungen vorgenommen werden. Bestimmte Gefahrenstoffe, wie zum Beispiel Brom, können auch erst nach Stunden Krankheitssymptome hervorrufen. Die auf der Lagekarte visualisierten Gefahrenbereiche zeigen den Helfern, wo nach potentiell geschädigten Personen gesucht werden muss.
13 August 2012

Wasserversorgung über lange Wegstrecken


„Es brennt schon wieder“. Sorgenvoll ausgesprochene Worte im Italienischen Umbrien und angstvolle Blicke auf die umgebenden rauchenden Berghänge. Faszinierende Flugkünste der Löschflugzeuge über dem Lago Trasimeno und erschreckend lange Wartezeiten bis Helfer die Brandherde teilweise nur mit mobiler Wasserversorgung erreichten. Das waren einige Impressionen aus dem Sommerurlaub.

Wie können Softwaresysteme Helfer bei der Bekämpfung von Waldbränden unterstützen? Welche Möglichkeiten gibt es die Löschwasserversorgung zu optimieren? DHI-WASY hat sich mit dem System GeoFES diesem Problem gestellt und in vielen Gesprächen und Diskussionen mit Feuerwehrmännern Lösungsansätze diskutiert und realisiert.

In dem Modul „Wasserversorgung über lange Wegstrecken“ kann jetzt in GeoFES die Wasserversorgung im Vorfeld digital geplant werden. Die Fragen:
  • wie viele Schläuche werden bei Einsätzen mit Wasserversorgung über lange Wegstrecken benötigt,
  • welche Pumpenleistung muss bereitgestellt werden und
  • welches ist die beste Trasse für die Versorgungsleitungen
  • können einfach beantwortet und intuitiv geplant werden.
Im System wird auf der Lagekarte, anhand des vorgegebenen Löschwasserbedarfs, die Wasserversorgung als Schaltreihe von der Wasserentnahmestelle bis zur Einsatzstelle gezeichnet. Der Anwender bekommt sofort mitgeteilt, wenn Druckverlust oder Reibung zu groß werden und Verstärkerpumpen benötigt werden. Jederzeit stehen Detailinformationen abrufbereit zur Verfügung. Höhenprofile, Lagekarten und Detailinformationen können sofort ausgedruckt und kommuniziert werden. Basis des Moduls bildet ein digitales Geländemodell im System GeoFES.Mit dem Oberflächendesign, den Arbeitsabläufen und den Begrifflichkeiten wurde eine praxistaugliche Lösung geschaffen, die erst durch die enge Zusammenarbeit mit den Feuerwehrleuten entstehen konnte.









29 Juni 2012

GeoFES - Thema auf der Esri Anwenderkonferenz GIS Talk 2012


Schon fast vergessen aber doch noch einen Rückblick wert:
Die Esri Anwenderkonferenz GIS Talk im Mai.


Wie jedes Jahr trafen sich in München fast 1000 Interessierte zum Thema Geographische Informationssysteme um in Vorträgen ihr Wissen auszutauschen. Katastrophenschutzsysteme und Lagemanagementsysteme beinhalten immer auch einen räumlichen Aspekt und sind daher per se GIS-Anwendungen. Aus diesen Gründen standen Anwendungen im BOS-Bereich bei der GIS Talk groß auf der Tagungsordnung.


Den Anwendungen im BOS Bereich wurde dafür der Block: Sicherheit und Katastrophenschutz eingeräumt. In vielen Anwendervorträgen wurden Kriminalitätsauswertungen, Echtzeitluftbilder für Lagedarstellungen durch Drohen, ABC-Erkunder Technologien, gemeinsame graphische Lagebilder bei der Bundeswehr, sowie auch DHI-WASY Anwendungen vorgestellt. Ein Thema der DHI-WASY Vorträge war das WEB-basierte Fachportal Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz, welches im Rahmen der EU EFRE Förderung für den Landkreis Oberhavel durch die DHI-WASY GmbH entwickelt wurde.

Leider viel zu kurz kam die anschließende Möglichkeit der inhaltlichen Diskussion des Vortragsthemas. WEB-basierte Stabssysteme sind gerade auf Kreisebene ein sehr interessantes Anwendungsgebiet über die sich viele Landkreise Gedanken machen. Als Projektierer eines solchen Systems sind daher Diskussionen über Erfahrungen und Schwierigkeiten bei anderen Landkreisen immer sehr interessant.
Die Berliner Feuerwehr war ebenfalls mit einem sehr spannenden Vortrag über ABC-Erkunder vertreten. In einem vorhergehenden Vortrag wurden Möglichkeiten eines GIS-Systems im ABC-Melde- und Warndienst der Bundeswehr Sonthofen beleuchtet. Die Berliner Feuerwehr konnte im anschließenden Vortrag dazu bereits eine fertige Lösung der DHI-WASY GmbH vorstellen.



Im Bereich Smartphone Applikation wurde von Esri extra eine eigene Vortragsreihe angeregt. In der Vortragsreihe wurden neun ausgewählte Applikationen für Smartphone durch die verantwortlichen Firmen in einem „Elevator Pitch Vortrag“ vorgestellt. DHI-WASY konnte aus dem Bereich GeoFES-Schadenspunktmanagement die entsprechende Smartphone Applikation vorstellen. Die Herausforderung war allerdings sehr sportlich, da der komplexe Inhalt des Schadenspunktmanagements in einem nur maximal 3 Minuten langen Vortrag mit nur einer Abbildung darzustellen war.
26 Juni 2012

Einsatztagebuch – ein unbeachteter Einsatzbegleiter


Feuer löschen, Personen retten oder Gefahrgut bergen, das ist meist das was bei Einsätzen der Feuerwehren von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Doch gerade die im Hintergrund stattfindenden Operationen wie die Einsatzdokumentation ist entscheidend, besonders dann, wenn Entscheidungen eines Einsatzleiters die weitreichende, rechtliche Maßnahmen verursachen, nachvollzogen werden müssen.

Die Einsatztagebücher, als urkundlicher, chronologischer Nachweis aller einsatzbezogenen Anordnungen, Informationen und Maßnahmen zum Einsatzgeschehen gehören damit genauso zum Einsatz wie Löschmittel und Bergungsgerät.

Dieser schwierigen Aufgabe der Erstellung eines digitalen Einsatztagebuches hat sich das Entwicklerteam um GeoFES gestellt und dafür die Anforderung aus unzähligen Diskussionsrunden umgesetzt.




Alle relevanten Aktionen werden in GeoFES automatisch chronologisch und dokumentenecht aufgezeichnet. Lediglich Befehle und Anweisungen werden manuell im Einsatztagebuch eingetragen. Im Einsatztagebuch von GeoFES können auch Zusatzinformationen wie z.B. der aktuelle Kartenausschnitt oder Standorte von Fahrzeugen gespeichert werden. Alle Dokumente wie Checklisten, Lagekarten, Handkarten, Kräfte- und Mitteltabellen können in GeoFES archiviert und mit dem Einsatztagebuch verbunden werden.

In den digitalen Einsatztagebüchern werden zusätzlich Methoden zum schnellen Veröffentlichen bereitgestellt. Direkt aus der Anwendung können Emails versendet und Berichte gedruckt werden. Es stehen dem Anwender Standardanwendungen wie Sortierung der Einträge und Filterfunktionen zur Verfügung , ebenso Historisierungsfunktionen durch die im Einsatztagebuch hinterlegten Zeiten.
20 Juni 2012

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